9. Juli '26
Was als Forschungsprojekt der Hochschule Coburg begann, gilt inzwischen als Beispiel für nachhaltiges und klimagerechtes Bauen: Der Waldkindergarten Pinzberg ist von der Bayerischen Architektenkammer mit dem Prädikat „KlimaKulturKompetenz“ ausgezeichnet worden. Das Projekt entstand unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Hirth von der Fakultät Design + Bauen und wurde im Rahmen der Architektouren 2026 ausgezeichnet.
Der Waldkindergarten entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hochschule Coburg. Bauherrin ist die Gemeinde Pinzberg. Das Gebäude wurde als zirkuläres Raummodulsystem entwickelt und besteht überwiegend aus regionalen und nachwachsenden Baustoffen. Zum Einsatz kommen unter anderem Käferholz, Strohdämmung und Lehmputz. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass die verwendeten Materialien später wieder getrennt und weiterverwendet werden können. Das Projekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.
Mit dem Prädikat „KlimaKulturKompetenz“ zeichnet die Bayerische Architektenkammer Bauwerke aus, die über gesetzliche Anforderungen hinaus einen besonderen Beitrag zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und nachhaltigem Bauen leisten. Bewertet werden unter anderem Energieeffizienz, Flächensparen, Klimaanpassung sowie weitere Aspekte der Nachhaltigkeit.
Die Auszeichnung nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Projektbeteiligten entgegen. Anwesend waren Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein, Architekt Peter Kuchenreuther von der Bayerischen Architektenkammer sowie Robin Hanna und Anders Macht als wissenschaftliche Mitarbeiter des Projekts. Ebenfalls vertreten war die Leitung des Waldkindergartens.






