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15. Juli '26

(Andreas T. Wolf)

Studierende der Hochschule Coburg haben ein Konzept zur Wasserreinigung entwickelt und in einer Veranstaltung des Bachelor-Studiengangs Bioanalytik vorgestellt. Dabei hat sie ein Umweltprofi von der Konzeption bis zur Umsetzung begleitet.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde und daher eine der wertvollsten Ressourcen unserer Gesellschaft. Darum hat die UN den nachhaltigen Schutz und die Erhaltung sauberer Wasserressourcen zu einer Priorität in den Zielen für die nachhaltige Entwicklung erklärt. Gerade transferorientierte Institutionen wie die Hochschule Coburg verbinden dabei Entwicklung mit Lehre und Forschung.

Von der Idee zur Anwendung

„Green Engineering – Von der Idee zur Umsetzung“, so heißt das Projekt, das Prof. Dr. Stephan Pflugmacher Lima mit Impulsvorträgen für seine Studierenden angestoßen hat. Der Bioanalytik-Professor fokussiert sich in seinem Beruf auf nachhaltige Wasserreinigungssysteme und hat dafür bereits selbst innovative Lösungen erarbeitet, wie zum Beispiel die „Grüne Leber“, ein System, das Wasserpflanzen zur Reinigung verschmutzter Gewässer nutzt. Der Professor, der seit rund 30 Jahren als Umwelttoxikologe in der Wasserforschung tätig ist, brachte das nötige Hintergrundwissen in sein Lehrkonzept ein: „Das didaktische Konzept der Veranstaltungsreihe wird bereits im Titel deutlich. Die Studierenden durchlaufen den gesamten Innovationsprozess – von der ersten Idee über die Planung bis hin zur praktischen Realisierung. Ziel ist es, kreatives Potenzial und Problemlösungskompetenz im Bereich Umwelttechnik zu fördern und gleichzeitig die Anwendung nachhaltiger Technologien erfahrbar zu machen.“

Das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Theorie, eigenständiger Entwicklung und praktischer Umsetzung schaffe eine einzigartige Lernsituation, in der nachhaltige Innovationen entstehen können, sagt der Professor. Das passe gut zum Transferanspruch der Hochschule: „Unsere Lösungen sollen den Weg in die Gesellschaft finden und die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen.“

Modelle zum Anfassen

In enger Zusammenarbeit mit dem CREAPOLIS Makerspace Coburg haben Studierende ihre Ideen direkt praktisch umgesetzt und Anschauungsprototypen erstellt. Pflugmacher Lima erklärt: „Die entstandenen Modelle umfassen eine Vielfalt an Ansätzen für eine nachhaltige Wasseraufbereitung und beweisen das Innovationspotenzial junger Studierender der Bioanalytik im Schwerpunkt Ökotoxikologie.“ Dazu gehören beispielsweise Wasserpflanzen, die Schadstoffe aufnehmen und metabolisieren können oder Filtersysteme aus Pflanzenstoffresten wie Kokosfasern.

Für die jungen Forschenden ist das ein wertvoller Ansatz, wie die beiden involvierten technischen Mitarbeiterinnen Katharina Borowick und Katharina Trunzer sagen: „Mit dieser Veranstaltungsreihe verbinden wir aktuelle Forschung, die Entwicklung nachhaltiger Technologien und praxisorientierter Lehre. Das ermöglicht es uns, aktiv an der Gestaltung zukünftiger Umweltlösungen mitzuwirken und zeigt, dass innovative Ideen zum Schutz des Wassers nicht nur in Forschungslaboren entstehen, sondern auch direkt hier bei uns.“

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