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17. Juni '26

Boden ist eine endliche Ressource – und zugleich Schauplatz zentraler gesellschaftlicher Konflikte. Wie können Flächen gerechter genutzt, Böden geschützt und unterschiedliche Interessen in Einklang gebracht werden? Antworten darauf sucht die Fachtagung Politikum Boden, die Wissenschaft, Politik, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt.

Der Boden ist Lebensgrundlage, Speicher, Ressource und Konfliktfeld zugleich. Auf der Fachtagung „Politikum Boden: Handlungsoptionen für eine gerechte und gemeinwohlorientierte Bodenwende“ werden Herausforderungen und Gestaltungsspielräume einer gemeinwohlorientierten Bodenwende diskutiert.

Die Konzeption und Tagungsleitung liegt bei Dr. Giulia Mennillo, Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Martin Schneider, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und Prof. Mario Tvrtković von der Fakultät Design+Bauen der Hochschule Coburg. Im Rahmen der Tagung werden auch die Forschungsergebnisse und Empfehlungen für eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik vorgestellt und diskutiert. Am Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) im Rahmen des Programms „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ beteiligte sich Prof. Tvrtković mit Studierenden der Hochschule Coburg gemeinsam mit weiteren Hochschulen und Universitäten aus Deutschland. Die Ergebnisse und Empfehlungen sind hier abrufbar.

Vom Flächenverbrauch zur Bodenwende

Im Zentrum der Tagung stehen Fragen nach der Qualität und Regenerationsfähigkeit der Böden, nach Flächenverbrauch und Versiegelung, nach multifunktionalen Nutzungskonzepten sowie nach den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einer gemeinwohlorientierten Bodenordnung. Keynotes, Workshops und Diskussionsforen beleuchten den Boden als Spiegel gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse – zwischen Wachstum und Begrenzung, Eigentum und Gemeingut, Freiwilligkeit und Ordnungspolitik.

Wie kann Bodenpolitik dem Gemeinwohl dienen?

Die Tagung versteht sich als Impulsraum für eine „Bodenwende“, die ökologische Tragfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Verantwortung miteinander verbindet. Ausgangspunkt der Tagung an der Politischen Akademie in Tutzing sind Ergebnisse und Thesen aus den Semesterprojekten des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum, dessen Mitglied Prof. Mario Tvrtković ist. Ziel ist es, das Thema Boden als politisches Zukunftsfeld im öffentlichen Diskurs zu verankern und zur Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen beizutragen.

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