The website of Coburg University of Applied Sciences was translated using translation software provided by a third-party provider such as DeepL. The official text is the German version of the website. No liability is assumed, either explicitly or implicitly, for the accuracy, reliability, or correctness of the translations into another language.

14. August '26

(Cindy Dötschel-Langbein)

Mit der Reihe „Gesundheit! Wissen für alle“ macht die Hochschule Coburg Expertenwissen für jedermann zugänglich. Beim Abend zum Thema Krebs bekamen die Teilnehmenden einen Überblick über moderne Therapieansätze, Chancen und Grenzen.

Fast jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Betroffen sind rund 49 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen. Krebs entsteht aus entarteten körpereigenen Zellen, die sich unkontrolliert vermehren und ausbreiten. In der Therapie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges getan: Chirurgische Eingriffe können präziser durchgeführt werden, Chemotherapien werden selektiver und spezifischer ausgewählt und auch Strahlentherapien erfolgen mit mehr Präzision. Dank Früherkennung und moderner Therapien steigen die Überlebens- und Heilungschancen bei vielen Krebsarten kontinuierlich. Beim Vortragsabend „Gezielt gegen Krebs: Moderne Krebstherapien einfach erklärt“ gaben drei Wissenschaftler einen Einblick in moderne Therapieansätze sowie deren Chancen und Grenzen.

Einblick in die Forschung

Zuerst referierte Prof. Dr. Stefan Kalkhof, Institut für Bioanalytik der Hochschule Coburg und stellvertretender Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig über die Suche nach verträglicheren Krebstherapien. In seinen Augen sind die Erfolge der modernen Krebsmedizin beeindruckend: „Überlebensraten und Lebensqualität haben sich deutlich verbessert. Doch jede neue Therapie bringt neue Herausforderungen und teils noch nicht vollständig verstandene Nebenwirkungen mit sich. Daher arbeiten viele Gruppen daran, neue Therapien noch verträglicher zu machen und auch wir am Institut für Bioanalytik der HS Coburg untersuchen im Projekt ‚Metusalem‘ gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg und dem Fraunhofer IZI, wie sich Langzeitfolgen von CAR-T-Therapien frühzeitig erkennen lassen.“ Das Projekt ‚Metusalem‘ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Dieser Themenabend war Kalkhof eine Herzensangelegenheit, um einerseits die neuesten Therapien und unser Projekt verständlich zu erklären und um direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, für die geforscht wir. „Das große Interesse und die lebhaften Diskussionen haben mich daher ungemein gefreut.“

Im Anschluss sprach Dr. Claudia Müller, Arbeitsgruppenleiterin „Entzündungs- und Tumormodelle“ am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie Leipzig über moderne Forschungsmethoden bei aggressivem Brustkrebs. Sie betonte, dass es wichtig sei, trotz Krebs positiv zu denken: „Die größte Kraft zur Heilung beginnt in uns selbst. Ein positiver Geist stärkt den Weg, den Medizin und Forschung begleiten. Auch mit einer Krebsdiagnose darf Hoffnung wachsen. Die beste Unterstützung für Therapie und Forschung ist ein Mensch, der den Mut nicht verliert und seine innere Stärke bewahrt.“ Im dritten Vortrag sprachen Dr. Miriam Alb, Teamleiterin am Lehrstuhl für Zelluläre Immuntherapie am Universitätsklinikum Würzburg, und Barbara Huber, die gelernte Krankenschwester ist und an klinischen Studien mitarbeitet, über die Wirkung von CAR-T-Zellen im Kampf gegen den Krebs. „Die CAR-T-Zelltherapie hat sich in den vergangenen Jahren von einem vielversprechenden Forschungsansatz zu einer etablierten Behandlungsoption für bestimmte Blutkrebserkrankungen entwickelt. In unserem Vortrag wollten wir dazu einen Überblick geben, was die Therapie mit diesen ,lebenden Medikamenten‘ heute leisten kann, mit einem realistischen Blick auf Chancen und Risiken“, resümierte Alb.

Wissen für alle

Einer der Forschungsschwerpunkte der Hochschule Coburg ist „OneHealth“, der sich der Erforschung und Förderung der Gesundheit unter Einbeziehung der Interaktion mit Ökosystemen widmet. Mit der Themenreihe „Gesundheit! Wissen für alle“ wird Expertenwissen für jedermann zugänglich gemacht und der Austausch zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit ermöglicht.

Realisiert werden die Themenabende durch das Projekt CREAPOLIS + design, gefördert durch die Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule und unterstützt durch die TechnologieAllianzOberfranken (TAO). Der nächste Abend aus der Reihe findet am Dienstag, 24. November, statt. Das Thema ist „Gesunder Wald – gesunde Menschen“.

Sie möchten diesen Beitrag teilen? Wählen Sie Ihre Plattform:

Neue Magazinartikel

Gezielt gegen Krebs: Moderne Krebstherapien einfach erklärt

Forschung: Gemeinsam handeln für zukunftsfeste Städte und Regionen

Vom Pitch-Wettbewerb ins eigene Büro: battware zieht ins Digitale Gründerzentrum ein

Neuer Sammelband: Rechtsphilosophie für eine Welt im Wandel

Heizlast, Kühllast, Energiebedarf: Wissenschaftler wollen einfachere Normen

Wissenschaft und Forstpraxis gestalten gemeinsam Europas Wälder von morgen

Neue Möglichkeiten entdecken bei der MUT-Ferienaktion

TVO berichtet über Forschung zu KI in der Landwirtschaft