17. September '26
Für einen Beitrag des MDR begleitete ein Kamerateam Forschende der Hochschule Coburg und der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg bei ihrer Arbeit am Forschungsprojekt „Forest Health & Plastics“ (Forest HP).
Wie wird eigentlich erforscht, ob Mikroplastik in Waldböden gelangt? Ein Team des MDR hat Forschende der Hochschule Coburg und der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg bei ihrer Arbeit im Thüringer Wald begleitet. Für das Forschungsprojekt Forest HP nahmen sie rund um Oberhof Bodenproben an zwei unterschiedlichen Waldstandorten: an einer Rückegasse nach forstwirtschaftlicher Nutzung und an einer viel genutzten Grillhütte.
Was im Wald gesammelt wird, wird anschließend im Labor untersucht. Die Forschenden wollen unter anderem herausfinden, welche Kunststoffe in Waldböden gelangen, in welchen Mengen sie vorkommen und welche Auswirkungen sie auf das Waldökosystem haben. Über Mikroplastik in Meeren und Flüssen ist bereits viel bekannt – über Kunststoffe im Wald dagegen deutlich weniger.
„In anderen Ökosystemen wie Flüssen und Meeren ist der Eintrag von Kunststoffen bereits recht gut beschrieben, aber in Waldökosystemen ist darüber sehr wenig bekannt“, erklärt Prof. Dr. Matthias Noll von der Hochschule Coburg, Verbundleiter des Projekts.
Das Verbundprojekt Forest Health & Plastics läuft seit Oktober 2025 und endet im September 2028. Es wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert. Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Der Beitrag des MDR Thüringen Journals zeigt die Forschung direkt dort, wo sie stattfindet: im Wald. Zum Beitrag in der ARD Mediathek: MDR Thüringen Journal






