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17. Juni '26

(Pressestelle)

Ein Kindergarten aus Käferholz, Stroh und Lehm, vollständig rückbaubar und für die Wiederverwendung aller Bauteile konzipiert: Der Waldkindergarten Pinzberg im Landkreis Forchheim steht für ein innovatives Gebäudekonzept, das lokale Materialien, Kreislaufwirtschaft und modulares Bauen miteinander verbindet. Es entstand als Forschungsprojekt der Hochschule Coburg und kann am Samstag, 27. Juni, bei den Architektouren 2026 besichtigt werden.

Der Waldkindergarten Pinzberg ist ein Referenzbau eines zirkulären Raummodulsystems im Rahmen des Forschungsprojekts „Entwicklung eines klimaneutralen, energieautarken, transportablen und modularen Systems für Waldkindergärten mit Echtzeittest“. Das Forschungsprojekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Entwickelt wurde es im BauLab der Fakultät Design + Bauen der Hochschule Coburg unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Hirth der Hochschule Coburg.

Der Waldkindergarten wurde von der Bayerischen Architektenkammer für die diesjährigen Architektouren ausgewählt, findet sich im Booklet unter Nummer 154 und kann am Samstag, 27. Juni, um 14 Uhr besichtigt werden (Feldweg, 91361 Pinzberg).

Der Waldkindergarten

Konzeption, Forschung und Planung liefen über das BauLab der Fakultät Design + Bauen der Hochschule Coburg unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Hirth. Zum Projektteam gehörten Robin Hanna, Jonas Stückl und Anders Macht.

Das Gebäude besteht aus zwei identischen Raummodulen, die über ein zentrales Technikmodul miteinander verbunden sind. Das Technikmodul bildet mit Hauseingang und sämtlichen haustechnischen Anlagen das funktionale Herzstück des Gebäudes. Das modulare System ermöglicht vielfältige Anordnungen, vom kompakten Grundtyp bis zu erweiterten Varianten für größere Gruppen oder zusätzliche Funktionen. So entsteht ein flexibles, zukunftsfähiges Baukastensystem.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verwendung regionaler und nachwachsender Baustoffe. Verarbeitet wurden unter anderem Käferholz aus Forchheim, Stroh aus dem unmittelbaren Umfeld sowie Lehm aus einer regionalen Lehmgrube. Sämtliche Bauteile sind mit Schrauben lösbar verbunden und ermöglichen einen sortenreinen Rückbau ohne Bauschutt. Dadurch können alle Materialien vollständig wiederverwendet werden.

Die Aufnahme in das Programm der Architektouren 2026 würdigt die architektonische, ökologische und innovative Qualität des Projekts. Die Architektouren gelten als wichtigste öffentliche Veranstaltung der Bayerischen Architektenkammer. Sie bietet der Öffentlichkeit die Möglichkeit, ausgewählte Bauwerke in ganz Bayern zu besichtigen und mit Planenden, Bauherrschaften und Nutzenden ins Gespräch zu kommen.

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