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14. August '26

Wie können Städte und Regionen angesichts von Klimawandel, demografischem Wandel und knappen Ressourcen zukunftsfest gestaltet werden? Prof. Mario Tvrtkovic von der Fakultät Design + Bauen der Hochschule Coburg hat gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Praxis mehr als 30 Handlungsempfehlungen für eine neue Kultur der Zusammenarbeit entwickelt. Das Policy Paper „Gemeinsam Wirken – Urbane Praktiken des Wandels“ ist jetzt veröffentlicht.

Klima, Struktur- und demografischer Wandel, Globalisierungstendenzen und gesellschaftliche Polarisierung treffen auf angespannte Haushaltslagen und begrenzte personelle Ressourcen bei gleichzeitiger Pflicht zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge. „Die bestehenden Herausforderungen sind eng miteinander verflochten und beeinflussen sich gegenseitig. Statt sie wie bisher isoliert zu betrachten oder fachspezifisch bearbeiten zu wollen, braucht es eine grundlegende Neuausrichtung von Stadt- und Regionalentwicklung“, sagt Prof. Mario Tvrtkovic, und einer der Mitautoren des Papiers. „Denn multiple Krisen können ausschließlich durch die Zusammenarbeit und Kooperation über Disziplinen, Stadt- und Landkreisgrenzen, Gruppen regionaler Akteure und Akteurinnen und Entscheidungsebenen hinweg bewältigt werden.“

Das Policy Paper ist Forschungsergebnis des 9. Hochschultags der Nationalen Stadtentwicklungspolitik. Das Projekt wird von Prof. Mario Tvrtković und Prof.in Dr. Barbara Engel (KIT) geleitet. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Das Papier zeigt auf, wie disziplinenübergreifende Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung über fachliche, institutionelle und räumliche Grenzen hinweg gestärkt werden kann.

In über 30 Handlungsempfehlungen richtet es sich an sieben Gruppen von Akteurinnen und Akteuren und appelliert an sie, in ihren jeweiligen Wirkungskreisen Rahmenbedingungen zu schaffen und konkrete Maßnahmen umzusetzen, die Kollaboration, Teilhabe und die Bildung neuer Allianzen ermöglichen. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass sich die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nur gemeinsam bewältigen lassen.

Dem Policy Paper ging ein einjähriger Dialogprozess voraus, der von einem redaktionellen Kernteam koordiniert wurde. Rund 20 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Planungspraxis, Fach- und Berufsverbänden, Zivilgesellschaft und Studierendenschaft brachten ihre Perspektiven ein und entwickelten gemeinsam die Handlungsempfehlungen.

Eine konkrete Forderung ist etwa die Entwicklung einer „Umbauordnung“, die den notwendigen Umbau bestehender Gebäude und Quartiere erleichtern soll.

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