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7. Mai '26

(Natalie Schalk)

Sara freut sich auf ihren Geburtstag. Am Freitag, 8. Mai, wird sie acht Jahre alt. Und sie darf an diesem Abend ganz lange aufbleiben. Gefeiert wird diesmal nicht zu Hause in Lengfeld bei Themar, sondern in Coburg – bei der Langen Nacht der Wissenschaften an der Hochschule Coburg.

Bevor es losgeht, will Sara wissen, was es dort überhaupt zu entdecken gibt. Als Kinderreporterin darf sie sich schon mal an der Hochschule umschauen und alles fragen. Im Institut für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) am Campus Design trifft sie Jonas Kluitmann, der ihr zeigt, woran er gerade forscht. Das ISAT entwickelt eine Möglichkeit, mit der Tierärzte beispielsweise feststellen können, ob eine Katze Würmer hat. „Sie können viel schneller und einfacher unterm Mikroskop sehen, ob im Häufchen der Katze etwas ist, das da nicht drin sein sollen.“ Das interessiert Sara. „Meine Katze heißt Dicker“, erzählt sie. „Er hat nur ein Auge.“ Ansonsten sei Dicker aber ganz gesund. „Das ist schön“, sagt Jonas. „Und damit das so bleibt, forschen wir hier.“

Winzige Technik für kranke Katzen

Dann gibt er Sara eine kleine, durchsichtige Testkassette. „Das Häufchen aus dem Katzenklo müssen wir auseinanderziehen. Dafür brauchen wir verschiedene Flüssigkeiten. Siehst du diese Linien hier? Das sind ganz kleine Kanäle. Da schicken wir Wasser und andere Flüssigkeiten durch.“ Sara dreht die Kassette vorsichtig in der Hand. „Da gehen die Flüssigkeiten rein“, sagt sie und merkt sofort, wie winzig die Technik ist: „Aber wie kommt da eine Flüssigkeit rein? Mit einer Mini-Spritze?“ Jonas lacht. „Tatsächlich machen wir das hier in der Entwicklung im Labor genauso.“

Goldkügelchen kleiner als ein Haar

Im Nebenraum zeigt Jonas Sara einen Kühlschrank. Dort wartet aber keine Geburtstagstorte auf die Schülerin. Essen gibt’s hier nicht. Nur Labormaterialien. Macht nichts: Sara findet die Stoffe für Experimente sehr spannend. In einem Röhrchen schimmert eine Flüssigkeit. Die Zweitklässlerin ist beeindruckt: Goldnanopartikel. „Das sieht unten ein bisschen orange aus“, sagt sie neugierig. Jonas schwenkt das Gefäß vorsichtig. „Die Goldkügelchen darin sind tausendmal kleiner als die Breite eines Haares“, erklärt er.

Wie funktionieren Schnelltests?

Bei der Langen Nacht der Wissenschaften wird Jonas einen Programmpunkt dazu gestalten: „Gold, Silber und Diagnosetests – Mikrofluidik entdecken“. Besucherinnen und Besucher können erfahren, wie Corona- oder Schwangerschaftstests funktionieren und wie Mikrofluidik dabei hilft, Krankheiten nachzuweisen. „Und wir zeigen, wie Gold und Silber in vielen Farben Codes verstecken“, sagt Jonas. Am ISAT gibt es in der Langen Nacht eine ganze Reihe solcher spannenden Themen aus der Forschung zu entdecken. Sara nickt anerkennend. „Das find‘ ich cool.“

Drei Standorte, 130 Programmpunkte

Insgesamt bietet die Hochschule an drei Standorten 130 Programmpunkte. Kostenlose Shuttlebusse pendeln zwischen den Standorten und der Innenstadt. Am Campus Friedrich Streib geht die Lange Nacht mit Musik, experimentellen Vorlesungen, Vorträgen, Führungen, Vorführungen und jeder Menge Mitmachaktionen bis 23 Uhr. Bis 21 Uhr läuft das Programm am Campus Design mit dem ISAT und am nahegelegenen Schlachthofareal mit dem CREAPOLIS Makerspace in der Alten Kühlhalle, dem Coburg University Center of Responsible Artificial Intelligence (CRAI) und der Designfabrik.

Mit dem 3D-Drucker zur Testkassette

Jonas fragt: „Magst du noch mit rüber zum Schlachthofareal? Da kann ich dir zeigen, wie wir die Testkassetten herstellen. Das machen wir in einem 3D-Drucker im CREAPOLIS Makerspace.“ Sara ist sofort dabei. Unterwegs erzählt sie, dass sie sich mit 3D-Druck schon ein bisschen auskennt. „Ich habe gedruckte Drachen. Und Eier!“

Von Hip-Hop bis VR: Das Schlachthofareal ist bunt

Im Makerspace treffen Sara und Jonas auf Luis Diller. Zwischen 3D-Druckern und Kickertisch erklärt er, dass bei der Langen Nacht auch das Mitmachen im Vordergrund steht. „Viele Sachen kann man einfach selbst ausprobieren“, sagt er und berichtet von einigen Beispielen auf dem Schlachthofareal: Gemeinsam mit einem Illustrator entsteht ein großer Wandcomic für die Fassade der gegenüberliegenden Designfabrik, bei „Subkultur trifft Hochschule“ verbinden sich Graffiti, Breakdance, DJ-ing und Hip-Hop, und im CRAI können Besucherinnen und Besucher einen virtuellen Wald erleben. Mit Straßenkreide wird das Gelände noch bunter.

Stempel sammeln und mitmachen

Darum geht es bei der Langen Nacht der Wissenschaften: Wissenschaft nicht nur anschauen, sondern erleben. Für Kinder und Jugendliche wird das Erlebnis bei der Jagd nach Stempeln noch spannender. Es gibt sie an ausgewählten Stationen zu sammeln und wer mindestens acht zusammenbekommt, erhält am Infopoint eine Urkunde und ein kleines Geschenk – solange der Vorrat reicht. Für Sara steht schon jetzt fest: Die Lange Nacht der Wissenschaften wird ein großes, lustiges Geburtstagsabenteuer.

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