Künstliche Intelligenz in der Versicherungswirtschaft

Dienstag. 04. Juni 2019 (Pressestelle)

Die Hochschule Coburg entwickelt gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und der Wirtschaft ein Konzept zur Nutzung der Potentiale, die sich aus der Künstlichen Intelligenz für die Versicherungswirtschaft ergeben. Gefördert wird das Verbundprojekt vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“.

Prof. Dr. Mirko Kraft forscht an der Hochschule Coburg im Versicherungsbereich. „Die Versicherungsbranche wird digitaler,“ bestätigt er. Und er ergänzt: „Auf diese Veränderungen müssen sich die traditionellen Versicherungsunternehmen einstellen.“ Wichtige Trends ergeben sich aus dem Zusammenführen von Daten durch „Big Data“ und die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz KI. Potentiale sieht Professor Kraft in der Schaffung von branchenübergreifenden Wertschöpfungsnetzwerken (sog. Ökosystemen), in denen Mobilität, Gesundheit und Smart Living verknüpft sind und die Automatisierung von Entscheidungsprozessen ermöglicht wird.

Die Bundesregierung hat sich die Förderung der digitalen Transformation in der Wirtschaft zum Ziel gesetzt. Das Bundeswirtschaftsministerium schrieb dazu den Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftliche relevante Ökosysteme“ aus, an dem sich Wissenschaftler*innen und Unternehmen beteiligen konnten.

Unter Führung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beteiligte sich Professor Kraft von der Hochschule Coburg gemeinsam mit anderen Verbundpartner an dem Konzeptentwurf „Intelligent Digital Insurance (IDI)“. Aus insgesamt 130 Anträgen wurde das Konzept als eine von 35 Projektideen ausgewählt. Das Ziel der Verbundpartner ist es, zunächst eine Organisationsstruktur für die Forschungs- und Entwicklungsplattform zu entwickeln, erste Praxiskontakte herzustellen und interdisziplinäre Schnittstellen zu nutzen. Im Vordergrund stehen dabei die KI-Unterstützung bei Vertrieb, Vertragsabschluss, verbesserter Risikoanalyse sowie die Beobachtung und Steuerung der versicherten Risiken bei der Schadenabwicklung.

Für die Ausarbeitung des Konzepts mit anschließendem Projektantrag erhalten die Projektpartner vom Bundeswirtschaftsministerium eine Förderung in Höhe von ca. 230.000 Euro. Sind sie mit ihrem Konzept erfolgreich, können sie ab Ende 2019 für weitere drei Jahre gemeinsam forschen und dieses im Anschluss realisiert werden. Unternehmen sind eingeladen, an diesem Projekt mitzuwirken und gemeinsam Versicherungen digital besser zu machen.

Die Teilnahme an dem Forschungsprogramm sieht Professor Kraft als wichtige Gelegenheit die Digitalisierung in der Versicherungsbranche mit Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft weiter voranzutreiben und innovative Lösungsansätze zu entwickeln.

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