Ökonomische Veränderungen und das Wahlverhalten

Dienstag. 11. Juni 2019 (Dr. Margareta Bögelein)
Prof. Dr. Lutz Schneider
Prof. Dr. Lutz Schneider

Welche Auswirkungen haben ökonomische Veränderungen auf das Wählerverhalten? Dieser Frage geht Prof. Dr. Lutz Schneider von der Hochschule Coburg nach. Er lehrt als Forschungsprofessor in der Fakultät Wirtschaftswissenschaften. Kürzlich stellte er seine aktuellen Forschungsergebnisse an der Universität Bremen und der HAW Hamburg vor.

„Industrietradition und Wahlverhalten. Eine ökonomische Analyse der Bundestagswahl 2017“, so lautet der Titel einer aktuellen Forschungsarbeit von Prof. Dr. Lutz Schneider. Er prüft darin die Hypothese, wonach die Stimmengewinne der AfD bei der Bundestagswahl 2017 mit den langfristigen Beschäftigungsrückgängen in der Industrie seit den 1980er Jahren erklärt werden könnten. Zumindest dann, wenn diese Rückgänge traditionsreiche Industrieregionen betreffen. Seine Regressionsanalyse belegt, dass Regionen, die in den 1930er Jahren durch eine hohe Industriebeschäftigung gekennzeichnet waren und die seit 1980 große Beschäftigungsverluste im Produzierenden Gewerbe erlitten, signifikant höhere Stimmzuwächse der AfD verzeichnet haben. Kürzlich überprüfte er seine Resultate anhand der Ergebnisse der Europawahlen 2019 und fand sie bestätigt.

Auf Einladung der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen stellte er dort kürzlich seine aktuellen Forschungsergebnisse vor. Und er referierte als einer von sieben Hauptrednern bei der Internationalen Konferenz der FH-Professoren für Volkswirtschaftslehre aus Österreich, Schweiz und Deutschland an der HAW Hamburg.

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