Studierende aus Bamberg und Coburg forschen gemeinsam

Mittwoch. 22. November 2017 (Pressestelle)
Prof. Dr. Daniela Nicklas und Prof. Dr. Thomas Wieland im Gespräch
Auf gute Zusammenarbeit: Prof. Dr. Daniela Nicklas und Prof. Dr. Thomas Wieland begingen den Auftakt des "Living Lab Bamberg" im Rahmen eines Workshops. Foto: Stefan Schwarz/Universität Bamberg
Gruppenfoto der vier studentischen Projektgruppen
Die vier Projektgruppen durchleben ein forschungsreiches Semester. Foto: Stefan Schwarz/Universität Bamberg

Seit Beginn des Wintersemesters 2017/2018 forschen Informatik-Studierende der Hochschule Coburg und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im neuen Innovationslabor „Living Lab Bamberg“ zu Smart Cities, den digitalen Städten der Zukunft.

Insgesamt 75 Studierende der Fakultät Elektrotechnik und Informatik aus Coburg und der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik aus Bamberg forschen in vier Projektgruppen. Drei Gruppen beschäftigen sich damit, Sensoren zu untersuchen, Daten zu visualisieren oder Software und Spielekonzepte zu entwickeln. Die vierte Gruppe arbeitet an einem gemeinsamen Projekt der Hochschule Coburg und der Universität Bamberg. Unter der Leitung von Prof. Dr. Daniela Nicklas, Inhaberin des Lehrstuhls für Informatik in Bamberg, und Prof. Dr. Thomas Wieland von der Fakultät Elektrotechnik und Informatik in Coburg untersuchen sie die Frage: „Wie gut ist unsere Luft?“ Dazu werten die Studierenden Feinstaubsensoren sogenannter Citizen-Science-Projekte aus, die Bürger*innen in den Straßen Bambergs angebracht haben und beurteilen deren Qualität. Ziel des Projekts ist es, die Datenqualität dieser kostengünstigen Sensoren zu bewerten und zu verbessern und den Einfluss von Faktoren wie Luftfeuchtigkeit oder Wind auf die Messgeräte zu bestimmen.

Durch die Projektarbeiten soll den Teilnehmer*innen die grundlegende Idee eines Realweltlabors vermittelt werden: „Die Studierenden profitieren im gegenseitigen Austausch von wissenschaftlichem Fachwissen, praktischer Forschung und geteiltem Erfahrungsschatz“, erklärt Daniela Nicklas. Im Living Lab Bamberg sind nicht nur verschiedene Hochschulen, Lehrstühle und Projekte vernetzt, sondern auch neun weitere Innovationslabore in Bayern, die miteinander in Kontakt stehen. Die studentischen Teilnehmer*innen erhalten außerdem eine fundierte Ausbildung in Sachen Projektmanagement. Damit werden sie schon während des Studiums auf die Zusammenarbeit mit Firmen vorbereitet.

Im Frühjahr 2018 werden die Ergebnisse der vier Projekte vor zukünftigen Projektgruppen, Interessierten und Unternehmen präsentiert. Im Sommersemester 2018 soll es dann erste Gemeinschaftsprojekte mit lokalen Partnerunternehmen geben, um den Studierenden den Berufseinstieg zu erleichtern und Start-Ups zu fördern. Das Labor wird für zwei Jahre mit 220.000 Euro vom Zentrum Digitalisierung Bayern gefördert und findet im Rahmen der TechnologieAllianzOberfranken statt.

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