Studierende aus Novosibirsk zu Gast in Coburg

Montag. 30. November 2015 (Pressestelle)
Präsident Michael Pötzl begrüßte die Studierenden aus Novosibirsk.

Praxisnah studieren in Kooperation mit einem internationalen Unternehmen – diesem Grundsatz folgt ein Projekt, bei dem Studierende der Betriebswirtschaft gemeinsam mit Kommilitonen von der Novosibirsk State University of Economics and Management (NSUEM) an einer Aufgabenstellung arbeiten. Nachdem die Coburger Studierenden der NSUEM im Mai 2015 einen ersten mehrtägigen Besuch abgestattet hatten, waren die Projektteilnehmer der Partneruniversität nun zu Gast in Coburg.

Als Auftraggeber des Projekts fungiert die junge Firma „Nevz Ceramics“ aus Novosibirsk, die mit Hilfe von Nanatechnologie Keramikerzeugnisse für die industrielle Nutzung entwickelt und produziert. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist die Expansion in den europäischen Markt sowie eine Steigerung des Umsatzes. Die Aufgabe an die Studierenden beider Hochschulen lautete daher, gemeinsam ein Konzept für den Eintritt in den deutschen Handel zu erstellen. Dafür analysierten sie den deutschen und russischen Markt, recherchierten Produkte und führten Gespräche mit potentiellen Neukunden und Abnehmern in und um Coburg. Über den aktuellen Stand der Ergebnisse verständigten sich die angehenden Betriebswirte regelmäßig via Skype.

Für die abschließende Konzepterstellung reisten die sibirischen Studierenden nun für eine Woche nach Coburg. Der Initiator des Projekts, Prof. Dr. Eduard Gerhardt, stellt die Bedeutung des persönlichen Austauschs hervor: „Durch den Besuch bekommen beide Seiten die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeitsweise, akademische Recherche und kulturelle Hintergründe der Gegenseite durch primäre Erfahrungen zu verinnerlichen und diese in späteren internationalen Projekten einzubringen.“ Die interkulturellen Erkenntnisse helfen sicherlich auch für die letzte Phase des Projekts: Für den Auftraggeber wird ein gemeinsamer Abschlussbericht einschließlich des erarbeiteten Markteintrittskonzepts erstellt.

Neben mehreren arbeitsintensiven Treffen blieb den Coburgern noch Zeit, um ihren russischen Kommilitonen verschiedene Sehenswürdigkeiten in Franken und Oberbayern zu zeigen. So standen ein Besuch der Coburger Altstadt und der Veste ebenso auf dem Programm wie eine Führung durch die Bamberger Katakomben und eine Besichtigung bei Audi in Ingolstadt. Für einen philosophischen Input sorgte Dr. Thomas Kriza, der im Rahmen eines Impulsvortrags mit der Projektgruppe über Gründe und Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland diskutierte.

Für die Studierenden ist das internationale Projekt jetzt schon ein voller Erfolg. Neben den vielfältigen praktischen Erfahrungen hatten sie Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und viel über das Partnerland, seine Kultur und seine Menschen zu lernen.

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