Karrierechancen für Bioanalytiker*innen

Donnerstag. 11. Oktober 2018 (Pressestelle)
Eine Frau und ein Student unterhalten sich beim Karrieresymposium Bioanalytik.
Beim Biosymposium können die Studierenden Kontakte zu künftigen Arbeitgebern knüpfen.
Ein Raum voller Stellwände mit wissenschaftlichen Postern.
Die Studierenden zeigten, was sie in ihrem Praxissemester gelernt haben.

Nach dem Studium können Absolvent*innen der Bioanalytik in vielen Bereichen arbeiten. Wie vielfältig die Möglichkeiten sind, zeigte auch das vierte Fach- und Karrieresymposium Bioanalytik.

Tierversuche sind ein umstrittenes Thema. Überflüssige Tierquälerei sagen die einen, unerlässliches Mittel der Grundlagenforschung sagen die anderen. Für die Studierenden der Bioanalytik war das ein spannendes Thema beim diesjährigen Fach- und Karrieresymposium. Denn im späteren Arbeitsleben könnten auch sie mit Tierversuchen in Berührung kommen. Dr. Jochen Kühnl, von der Beiersdorf AG in Hamburg, zeigte, dass es hier schon Alternativen gibt. Bei der „Organ-on-a-chip“- Technologie kann die Wirkung von Kosmetik-Inhaltsstoffen in miniaturisierten Modellkörpern getestet werden. Da wird ein Organ, wie die Haut, also simuliert. Es besteht aus einem Stück Haut in Zellkultur, verknüpft mit Leberzellen über eine Blutverbindung. So können Untersuchungen versuchstierfrei durchgeführt werden. „Die zahlreichen Fragen der Studierenden zeigen, dass sie dieses Thema sehr interessiert“, erklärte Prof. Dr. Matthias Noll, Studiengangsleiter des Bachelor Bioanalytik und Chairman des Fach- und Karrieresymposiums.

Einmal im Jahr organisieren die Studiengänge der Bioanalytik die Veranstaltung, um den Studierenden einen Einblick in die spätere Arbeitswelt und mögliche Berufsfelder zu geben. Regelmäßig berichten hier auch Absolvent*innen von ihren Erfahrungen. So wie Lukas Trümbach und Laura Schwab. Beide haben in Coburg studiert und sind jetzt erfolgreich in ihrem Job – Trümbach in der biotechnischen Pharmazie in Kulmbach, Schwab beim Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Das Studium der Bioanalytik in Coburg war für beide der Einstieg in die Arbeitswelt.

Noch studieren und trotzdem schon arbeiten – dieses Modell haben Anna-Maria Vetter und Katharina Racz gewählt. Sie absolvieren ein duales Studium als Studium mit vertiefter Praxis. Das heißt, in der vorlesungsfreien Zeit und im Praxissemester arbeiten Racz und Vetter im Unternehmen und sammeln Praxiserfahrung. Beide sind bei Laboklin in Bad Kissingen tätig. Alexandra Kehl von Laboklin ist überzeugt von den Vorteilen des Studiums mit vertiefter Praxis. Auch, wenn das für die Studierenden einiges an Durchhaltevermögen und Fleiß erfordert. „Durch die Arbeit im Unternehmen, werden die Studierenden viel intensiver in unser Team eingebunden und bekommen Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche.“

Das Fach- und Karrieresymposium der Bioanalytik zeigt Studierenden aber nicht nur theoretisch ihre Möglichkeiten, sie können dort auch mit zukünftigen Arbeitgebern ins Gespräch kommen. Verschiedene Einrichtungen präsentierten sich und informierten über Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf.

Was die Studierenden der Bioanalytik im Studium und vor allem in ihrem Praxissemester gelernt haben, zeigten sie in der Säulenhalle der Hochschule Coburg. Auf knapp 60 Postern stellten sie die Arbeiten aus ihrem Praxissemester in Form eines wissenschaftlichen Posters vor. Das nächste Fach- und Karrieresymposium Bioanalytik findet am Dienstag, den 08. Oktober 2019 statt.

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